Deutliches Plus im Kanton St. Gallen

Die St. Galler Staatsrechnung 2015 schliesst mit einem Überschuss von 154 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 25 Millionen. Gründe für das deutlich bessere Ergebnis sind höhere Steuereinnahmen und eine Gewinnausschüttung der Nationalbank.

Geldscheine

Bildlegende: Budgetiert war ein Minus, resultiert hat ein deutliches Plus. Keystone

Finanzdirektor Martin Gehrer zeigte sich bei der Präsentation der Rechnung am Mittwoch zufrieden. Dank der Verbesserung gegenüber dem Budget um 180 Millionen Franken kann der Kanton seine Reserven stärken. Das frei verwendbare

Eigenkapital beträgt neu rund 420 Millionen Franken. Die Staatsausgaben entsprachen mit 4,86 Mrd. Franken ziemlich genau dem Budget. Gehrer sprach hier von einer Punktlandung. Den grossen Unterschied zum Budget machten die Einnahmen: Der Kanton nahm knapp 1,7 Milliarden Franken an Steuern ein – 38 Millionen mehr als budgetiert. Am meisten schenkten dabei die Grundstückgewinnsteuern und die Erbschaftssteuern ein, die je 10 Millionen mehr als erwartet einbrachten.

Gehrer: Sparsamkeit weiter nötig

Obwohl der Kanton erstmals seit 2009 wieder Eigenkapital aufstocken konnte, beurteilt Gehrer die Aussichten für die kommenden Jahre zurückhaltend. Es gebe mit den Nationalbank-Gewinnen, dem Finanzausgleich und der Unternehmenssteuerreform III viele finanzielle Unsicherheiten. Die Umsetzung von drei kantonalen Sparpaketen zeige zwar jetzt Wirkung, stellte der Finanzdirektor fest. Der Kanton müsse aber unvermindert sparsam sein. Eine Sekung des Steuerfusses sei deshalb keine Diskussion.

Für 2016 budgetiert St. Gallen ein leichtes Defizit.

Jahresrechnung 2015 Kanton St. Gallen

in Mio. Franken
Budget 2015
Rechnung 2015
Abweichung zum Budget
Erfolgsrechnung
Aufwand4698.94682.7-16.2
Ertrag4673.7
4837.2
163.5
Rechnungsergebnis
-25.2154.5179.7