Die Luft wird sauberer - bleibt aber schlecht

Die Luft im Kanton Thurgau ist nach wie vor zu stark von Schadstoffen belastet. Dennoch gibt es Lichtblicke. Die 2005 ergriffenen Massnahmen für eine bessere Luftqualität beginnen zu greifen. Die Luftbelastung 2013 zählte zu den niedrigsten seit Messbeginn - neue Massnahmen sind in Planung.

Velofahrer zwischen Autos.

Bildlegende: Um die Luftqualität zu verbessern, will der Thurgau unter anderm die Velowege in den Städten und Gemeinden verbessern. Keystone

Der Kanton Thurgau hat vor rund zehn Jahren ein Paket mit 25 Massnahmen für eine bessere Luftqualität beschlossen. Sechs davon sind abgeschlossen.

Die Wirkung lässt sich nachweisen: Die Belastung durch Schadstoffe nimmt kontinuierlich ab. Die Grenzwerte liegen bei Feinstaub, Stickstoffoxid und Ozon aber vielerorts noch über den Grenzwerten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Mehr Langsamverkehr für bessere Luft

«Bei der Auswahl der 25 Massnahmen haben wir vor allem auf diejenigen gesetzt, die am meisten bringen», sagt Marco Sacchetti, Generalsekretär im Amt für Bau und Umwelt im «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. In den Bereichen Industrie, Gewerbe und Bau seien die grössten Schadstoff-Reduktionen erreicht worden.

In Zukunft will der Thurgau vor allem auf energiepolitische Massnahmen setzen, im Besonderen auf die energetische Sanierung von Gebäuden. «Viel Potenzial hat aber auch die Förderung des Langsamverkehrs», sagt Sacchetti. Deshalb plane man gezielte Massnahmen für Fussgänger und Velofahrer. Mit besseren und schnelleren Verbindungen in den Städten und Gemeinden könnten Autofahrer für kurze Strecken zum Umsteigen bewogen werden.