Ein Jahr nach dem St. Galler Geothermie-Beben

Nach dem Erdbeben in St. Gallen am 20. Juli 2013 stoppte der Stadtrat das Projekt. Dieser Vorfall hatte aber auch Auswirkungen auf andere Vorhaben in der Schweiz. Die Ausbreitung der Geothermie ist ins Stocken geraten.

geschlossener Bohrplatz St. Gallen

Bildlegende: Im Mai beschloss der St. Galler Stadtrat das definitive Ende des Geothermie-Projekts. SRF

«Die Euphorie ist eher ein bisschen verschwunden», sagt die Zürcher CVP-Nationalrätin Kathy Riklin. Sie ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie. Andere geplante Kraftwerke seien nach dem Beben in St. Gallen sistiert worden.

Dennoch will Riklin nicht aufgeben: «Wir müssen nun in die Forschung investieren.» Es brauche mehr Wissen über Möglichkeiten und Gefahren. So könne diese Energiequelle in Zukunft sicher genutzt werden.

Riklin gesteht aber ein, dass im Moment kaum jemand in diesem Bereich investieren will. Es brauche nun Unterstützung vom Bund. Sie selber will zudem weiterhin politischen Druck machen, um diese Energiequelle zu fördern.