Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz Eine «Steg-Light-Version» für das Seeufer von Rorschacherberg

In der St. Galler Gemeinde Rorschacherberg wird seit Jahren über einen Seeuferweg diskutiert. Weil das Ufer in Privatbesitz ist, schlug der Gemeinderat einen breiten Betonsteg über dem Wasser vor. Die Bürgerversammlung hat sich nun aber für eine abgespeckte Stegvariante entschieden.

Legende: Video Ein Steg übers Wasser abspielen. Laufzeit 03:12 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.04.2013.

Der Seeuferweg mobilisiert. An die Bürgerversammlung vom Mittwochabend kamen über 450 Stimmberechtigte. Der Antrag des Gemeinderates für einen Betonsteg für Fussgänger und Velofahrer wurde klar versenkt. Die Bürger stimmten für einen Antrag der CVP. Diese schlug einen Steg nur für Fussgänger vor.

Der Gemeinderat präsentierte einen 4 Meter breiten Steg rund 100 Meter vom Ufer entfernt. Von den Kosten von 11 Millionen Franken müsste die Gemeinde rund 4.5 Millionen übernehmen. Die CVP rechnet für ihre Variante mit Kosten von 1.5 Millionen Franken für die Gemeinde.

Der Steg soll vor dem Gebiet «Neuseeland» gebaut werden. Dieses Gebiet ist in Privatbesitz. Neben Villen steht dort auch eine Klinik des deutschen Schönheitschirurgen Werner Mang. Diese Liegenschaftsbesitzer wollen ihre Gärten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich machen. «Privateigentum ist in der Schweiz nun mal verfassungsrechtlich geschützt», sagt Sven Bradke, Sprecher der IG Neuseeland.

Das Ufergebiet war lange eine Brache. Um es für reiche Steuerzahler attraktiv zu machen, strich der ehemalige Gemeindepräsident den geplanten Seeuferweg aus dem Richtplan. Die Interventionen des Kantons blieben erfolglos. Für Seeuferwege gibt es in der Schweiz keine Pflicht.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.