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Energie Stromhändler im Abseits

Axpo und Repower könnten der EU bei Stromengpässen unter die Arme greifen. Sie dürfen dies im Moment aber nicht.

Vorgeschichte: Rund zwei Milliarden Franken hat der Stromkonzern Axpo in den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Linth-Limmern investiert. Das Kraftwerk kann vor allem eines: Sehr schnell grosse Mengen an Strom produzieren oder verbrauchen, um an Marktschwankungen zu verdienen. Und genau diese sind lukrativ - sowohl im In- als auch im Ausland.

Das Problem: Theoretisch könnte Linth-Limmern auch Marktschwankungen im Ausland ausgleichen. Dafür bräuchte es aber die passenden politischen Rahmenbedingungen. Eine Marktöffnung, ein Stromabkommen mit der EU zum Beispiel. Nur: Die Schweiz steht im Abseits, die EU hat kürzlich in einem Entwurf die Rahmenbedingungen einmal mehr verschärft.

Die Auswirkungen: Die beiden Stromkonzerne Axpo und Repower betonen, dass eine Marktöffnung die Prozesse vereinheitlichen würde. Axpo-Mediensprecher Thomas Kistner sagt: Das Unternehmen könnte seine Kraftwerke besser einsetzen - auch für das angrenzende Ausland. «Zudem würden sich neue Geschäftsmöglichkeiten im Bereich des Energiehandels eröffnen.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Vogelsanger (PeterVogelsanger)
    « ... ohne höhere Gebühren für die Konsumenten» heissen die letzten Worte in diesem Beitrag und es ist von einer Win-Win-Situation die Rede. Kein Wort davon, welche Konsumenten profitieren würden. Diejenigen in der Schweiz bestimmt nicht. Wenn die Stromkonzerne teurer nach Bayern liefern können als in die Schweiz, werden sie dorthin liefern ... ausser die Schweizer Kunden bezahlen ebenfalls mehr. Darüber hinaus werden die Konzerne Beiträge für Reservehaltung zur CH-Versorgung verlangen.
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