Fall Biorender: Der Druck steigt

Am Donnerstagabend hat das Wiler Stadtparlament den Schlussbericht der Geschäftsprüfungskommission zum Fall Biorender in Münchwilen beraten. Das Parlament empfiehlt dem Stadtrat, in strafrechtlicher und diziplinarischer Hinsicht jetzt Nägel mit Köpfen zu machen.

Schlachtabfälle

Bildlegende: In der Biorender wird aus Schlachtabfällen Biogas gewonnen. Keystone

Der ehemalige FDP-Stadtrat Andreas Widmer und der Leiter der technischen Betriebe von Wil stehen im Verdacht, hinter dem Rücken von Stadtrat und Parlament die Biogas-Firma Biorender in Münchwilen quersubventioniert zu haben. Alleine 2011 sollen 1,7 Millionen Franken geflossen sein.

Dass das Vorgehen rechtlich problematisch ist, halten der Bericht der GPK genauso wie zwei Gutachten der HSG fest. Das Wiler Stadtparlament hat dem Stadtrat nun empfohlen, dass die Strafbehörden über die Vorkommnisse rund um die Biorender umgehend zu informieren seien. Zudem solle gegen die Verantwortlichen innerhalb der technischen Betriebe mit personalrechtlichen Massnahmen vorgegangen werden. 

Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann bekräftigte in der Debatte mehrfach, dass der Stadtrat restlos Licht ins Dunkel bringen wolle. Gegen die involvierten Personen innerhalb der technischen Betriebe werde sofort ein Disziplinarverfahren eröffnet. Zudem hielt die Stadtpräsidentin fest, dass der Stadtrat ein Strafverfahren gegen die Beteiligten anstreben werde, sobald feststehe, dass die Chancen vor Gericht für die Stadt Wil gut stünden.