«Fall Ylenia» lässt St. Galler Kantonspolizei nicht los

Die britische Polizei war zu Besuch bei der St. Galler Kantonspolizei. Sie erkundigte sich bei ihren Ermittlungen im «Fall Madeleine» in St. Gallen über den «Fall Ylenia». Ein Zusammenhang der beiden Entführungsfälle konnte bis heute nicht hergestellt werden.

Akten

Bildlegende: Scotland Yard sichtete Akten in St. Gallen und führte Gespräche mit den Ermittlern. Keystone

Scotland Yard hat im Fall der vermissten Madeleine McCann in St.Gallen im vergangenen September Akten eingesehen. Die britische Polizei prüfte, ob zwischen dem Mord an Ylenia und dem Verschwinden von Madeleine in Portugal im gleichen Jahr ein Zusammenhang besteht.

Hanspeter Krüsi von der St. Galler Kantonspolizei, bestätigte einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Die St. Galler Polizisten haben ihre britischen Kollegen gemäss Krüsi dahingend informiert, dass zwischen dem Mord an Ylenia und der vermissten Madeleine keine Verbindung habe hergestellt werden können.

Die fünfjährige Ylenia wurde im Juli 2007 in Appenzell entführt und ermordet. Der Täter nahm sich noch am gleichen Tag das Leben.

Die vierjährige Madeleine McCann aus England wird seit Mai 2007 vermisst. Das Mädchen verschwand aus einer Ferienanlage in Portugal. 2011
bildete Scotland Yard eine Sonderkommission, die den Fall aufklären soll.