Flawa baut trotz anderen Vorschlägen Stellen ab

Die Flawa AG in Flawil hält an den geplanten Restrukturierungen fest. Das Industrie- und Handelsunternehmen verlagert die Herstellung von Watteprodukten und Einlagen nach Polen, was bis Ende 2015 zu einem Abbau von bis zu 100 Arbeitsplätzen führt.

Flawa-Wattestäbchen in der Box

Bildlegende: Flawa-Watteprodukte sollen in Zukunft in Polen produziert werden. zVg

Im Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden sind verschiedene Vorschläge eingegangen, die inzwischen von der Flawa sorgfältig geprüft wurden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es habe sich aber gezeigt, dass die im Januar 2013 angekündigten Veränderungen unumgänglich seien.

Die Zahl der Entlassungen soll minimiert und die betroffenen Mitarbeitenden sollen bestmöglich unterstützt werden, heisst es weiter. Es wird ein Sozialplan ausgearbeitet.

Probleme mit starkem Franken

Flawa exportiert rund zwei Drittel ihrer Pflege- und Hygieneprodukte ins Ausland. Der starke Schweizer Franken erschwere den Export immer stärker. Zudem drängten neue Konkurrenten in den Markt.

Die Herstellung von Watteprodukten und Stilleinlagen wird nach Polen verlagert. Im Landkreis Boleslawiecki will Flawa mit der deutschen Firma Nölken ein neues Produktionsunternehmen aufbauen. Die Vorbereitungen für die Produktionsverlagerung beginnen in den nächsten Wochen.

Flawa beschäftigt im Moment in Flawil rund 150 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 40 Millionen Franken. Zwei Drittel der Arbeitsplätze sollen nun nach Polen verlagert werden.