Fusionspläne BDP/CVP stossen in der Ostschweiz auf taube Ohren

Die Pläne der Parteipräsidenten zur Annäherung der beiden Mitte-Parteien CVP und BDP stossen in den Regionen auf Ablehnung. Ostschweizer Kantonalpräsidenten lehnen eine mögliche Fusion einhellig ab.

Martin Landolt, Präsident der Schweizer BDP an der Delegiertenversammlung

Bildlegende: Der schweizerische BDP-Präsident Martin Landolt erhält aus der Ostschweiz keine Unterstützung. Keystone

CVP und BDP politisieren beide in der Mitte des schweizerischen Parteienspektrums. Die beiden Parteipräsidenten denken deshalb über eine engere Zusammenarbeit und Listenverbindungen bei den nächsten eidgenössischen Wahlen 2015 nach. Auch eine mögliche Fusion wird diskutiert.

Kantonalparteien betonen Eigenständigkeit

Bei den Ostschweizer Kantonalparteien von BDP und CVP kommen die Pläne aus Bundesbern nicht gut an. In Graubünden, wo die BDP nach dem Ausschluss der SVP von Bundesrätin Eveline Widmer-Schmupf vor fünf Jahren entstanden ist, wird der eigenständige Weg betont.

Ins gleiche Horn stösst auch die BDP Glarus, die Partei des schweizerischen BDP-Präsidenten Martin Landolt. Für den Glarner CVP-Präsidenten Peter Landolt ist klar, dass die Wählerpotentiale der beiden Parteien nicht einfach addiert werden können.

Zusammenarbeit auch mit der SVP

Bei der Thurgauer BDP wird eine Zusammenarbeit mit allen bürgerlichen Parteien angestrebt. Man habe mit der CVP einiges gemeinsam. Die BDP wolle aber auch mit anderen Parteien, insbesondere mit der SVP zusammenarbeiten, betonte BDP-Kantonalpräsident Pascal Bertschinger auf Anfrage.