Glarner Gemeinden wollen mehr Geld vom Kanton

Seit den radikalen Glarner Gemeindefusionen ringen Gemeinden und Kanton um die gerechte Verteilung der Finanz-Mittel. Die Gemeinden möchten einen anderen Finanzausgleich, der Kanton will sich auf eine einmalige Zahlung beschränken.

DIe Gemeinde Glarus Süd.

Bildlegende: Viel Fläche, viele Aufgaben, wenig Geld: Glarus Süd will mehr Mittel für ihre Aufgaben. Keystone

Wohl mit Missmut schielen die Glarner Gemeinden auf die Rechnung des Kantons, die im Plus schliesst. In den Gemeindekassen klaffen dagegen Löcher. 16 Motionäre aus Glarus Süd verlangen darum, dass der Finanzausgleich von einer auf fünf Millionen Franken aufgestockt wird. Die Regierung lehnt dies ab.  Finanzdirektor Rolf Widmer verweist auf einen Bericht zur Verteilung der Finanzmittel im Kanton. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass die Mittel angemessen verteilt seien.

Den Gemeinden will Widmer trotzdem entgegen kommen: Für die Jahre 2013 und 2014 sollen die Gemeinden eine zusätzliche Zahlung von rund 7 Millionen Franken erhalten. Dazu soll es für Glarus Süd einen noch nicht bezifferten gesonderten Härteausgleich geben.

Ob sich die Motionäre damit zufrieden geben ist noch offen. Ihr Dilemma: Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach. Eine einmalige Zahlung des Kantons würde die Gemeindekassen schnell wieder auffüllen, ein veränderter Finanzausgleich wäre  möglichweise langfristig vorteilhafter. Eine gemeinsame Stellungnahme möchten  die Motionäre zuerst untereinander diskutieren.