Glarner Lehrer müssen besser zusammenarbeiten

Die Glarner Volksschule ist in einem guten Zustand. Das zeigt eine breit angelegte Untersuchung. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen demnach aber besser zusammenarbeiten.

Schulzimmer

Bildlegende: Zu viele Konflikte werden nicht angesprochen und ausdiskutiert. Keystone

Die Lehrerinnen und Lehrer würden die Unterrichtszeit in der Regel gut nutzen und die Lektionen sorgfältig planen, teilte die Glarner Regierung mit. Hingegen sei die pädagogische Zusammenarbeit erst am Entstehen und orientiere sich wenig an gemeinsamen Zielen.

Auch beim Schulklima kommt die Evaluation zu einem weitgehend positiven Fazit: Der Umgang zwischen Lehrern, Eltern, Schülerinnen und Schülern ist vorwiegend «wohlwollend und wertschätzend».

Konflikte ansprechen

Konflikte zwischen Schülern werden meist konstruktiv gelöst. Verbesserungspotenzial besteht aber bei Spannungen unter den Lehrpersonen sowie zwischen Lehrpersonen und Eltern. Diese Konflikte werden oft nicht offen angesprochen.

Die Schulleitungen werden von den Lehrerinnen und Lehrern grundsätzlich akzeptiert. Die Aufgaben und Kompetenzen sind gemäss der Untersuchung klar und sinnvoll geregelt. Unterschiedlich beurteilt wird der schulinterne Informationsfluss. Die Lehrpersonen haben im laufenden Veränderungsprozess einen erhöhten Informationsbedarf.

Um die Qualität der Volksschulen zu steigern, formulierten die Autoren der Untersuchung 80 Empfehlungen. Drei Viertel davon nahmen die Schulen auf.