Glarner Weberei entlässt 28 Mitarbeitende

Die Glarner Firma Jenny Fabrics muss eigenen Angaben zufolge wegen des harten Frankens zu unpopulären Massnahmen greifen: Der Rohgewebe-Hersteller verlagert einen Drittel der Produktion ins Ausland und entlässt 28 Mitarbeitende in Niederurnen.

Zudem müssen die am Standort Niederurnen in Zukunft noch tätigen 110 Mitarbeiter eine Lohnkürzung von fünf Prozent in Kauf nehmen. Die Unternehmung teilte am Freitag mit, der Entscheid sei unumgänglich, um das Überleben der Firma zu sichern. Ein Sozialplan sei in Arbeit.

In den nächsten drei Monaten sollen 25 Maschinen vom Glarnerland nach Tschechien verlagert werden. Dort wie auch in China wurden in der Vergangenheit Produktionskapazitäten aufgebaut.

Für das Glarnerland sind der neuste Arbeitsplatzabbau und die Produktionsverlagerung eine weitere Hiobsbotschaft in relativ kurzer Zeit. Letztes Jahr hatten die Lichttechnikfirma Tridonic in Ennenda sowie der Haushaltgeräte-Hersteller Electrolux in Schwanden die Schliessung ihrer Werke bekanntgegeben. Das bedeutete einen Abbau von über 200 Stellen.