Glarus budgetiert ein 13-Millionen-Minus

Der Kanton Glarus budgetiert für das kommende Jahr rote Zahlen. Der Ausgabenüberschuss beträgt 12,8 Millionen Franken. Die Defizite werden so rasch nicht verschwinden.

Eine Geldkassette mit Einfränklern.

Bildlegende: Auch der Kanton Glarus muss jeden Franken zweimal umdrehen. Keystone

Der Kanton kämpfe trotz eines umgesetzten Effizienzprogramms mit einem Ausgabenproblem, schreibt die Glarner Regierung am Mittwoch zum publizierten Voranschlag 2016. Gegenüber dem letzten Jahr steigt der Aufwand um 3,3 Prozent, während der Ertrag um 0,5 Prozent zurückgeht.

Jährliche Defizite voraussagt

Die Ertragslage des Kantons 2016 sei unbefriedigend, heisst es weiter. Ein weiteres Sparprogramm oder Steuererhöhungen müssten aber nicht ins Auge gefasst werden.

Sollten sich die negativen Prognosen der Finanzplanung 2017-2020, die weiterhin jährliche Defizite voraussagt, bewahrheiten, besteht für die Regierung aber Handlungsbedarf.

Sehr entscheidend sein wird nach Meinung der Exekutive die Entwicklung der Beträge aus dem nationalen Finanzausgleich (NFA). Besondere Sorgen bereiten der Regierung die steigenden Ausgaben im Gesundheits- und im Sozialbereich. Diese würden weitgehend durch nationale Vorgaben bestimmt.