Glarus ist durchanalysiert

Nachdem die Glarner Gemeinden und auch der Kanton auf ihre Effizienz durchleuchtet wurden, wurde nun die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ebenen analysiert. Das Resultat enttäuschte die Kantonsparlamentarier wie auch die Regierung. Der Bericht wurde im Parlament scharf kritisiert.

2013 bekam die Glarner Regierung den Auftrag, die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden zu überprüfen. Dafür beauftragte sie ein Beratungsbüro und bezahlte diesem 220'000 Franken.

Kaum effektive Einsparungen

Aus dem Bericht kam hervor, dass Einsparungen von 1,175 Millionen Franken möglich wären. «Stimmt so nicht», hiess es am Mittwoch im Landrat aus allen Fraktionen. Nur der kleinste Teil dieser Einsparungen wären effektive Einsparungen. Das meiste seien Lastenverschiebungen zwischen den Gemeinden und dem Kanton. Das war nicht Sinn und Zweck diese Berichtes. Diese Ansicht vertrat auch die Regierung.

Am Mittwoch wurde dann auch vielmehr der Bericht, als die darin aufgeführten Massnahmen kritisiert. Eine Massnahme wurde herausgegriffen und mit einem Auftrag an die Regierung gegeben. Sie muss prüfen, wie die Sportschule finanziert und geführt wird: Gemeinsam mit den Gemeinden oder alleine vom Kanton. Würde der Kanton die Schule alleine führen, würden die Gemeinden rund 400'000 Franken einsparen. Der Bericht wird bis spätestens Ende 2018 erwartet.