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Bürgergemeinde Bischofszell GPS-Schnitzeljagd verboten

Die Geocacher trampelten Wald und Nester kaputt und störten die Ruhe der Tiere, so der Waldpräsident Walter Bollier. Darum gilt auf dem Waldgebiet der Bürgergemeinde Bischofszell im Thurgau ein Verbot für die Schnitzeljagd per GPS.

Ein Geocache. Ein wasserdichter Behälter. Darin hat es ein kleines Buch, in dem sich die Besucher eintragen können.
Legende: Der «Schatz», das Geocach, ist ein wasserdichter Behälter. Darin hat es ein Buch, in dem sich die Besucher eintragen. GEOCACHING.COM
  • «Die Geocacher stören die Ruhe der Tiere», sagt Walter Bollier, Waldpräsident der Bürgergemeinde Bischofszell, gegenüber SRF News. Darum brauche es ein Verbot. Dieses durchzusetzen sei zwar schwierig, aber, so Bollier weiter, er werde eigenhändig jeden Schatz im Wald ausgraben und entsorgen.
  • Der Wald ist natürlicher Lebensraum von Wildtieren und Pflanzen, so dass die Schnitzeljagd per GPS für viele Förster ein Problem darstellt. Bislang hat einzig die Bürgergemeinde Bischofszell ein Verbot ausgesprochen.
  • Vielerorts zählt man auf das gute Benehmen der Schatzsucher und geht davon aus, dass diese sich an die Regeln halten. Geocacher sollen auf den Wegen bleiben und auf «Nightcaches» - Schnitzeljagden während der Nacht - verzichten.

Wie funktioniert Geocaching?

Geocaching, auf Deutsch auch GPS-Schatzsuche genannt, ist eine Art Schatzsuche. Die Verstecke, die sogenannten Geocaches, werden anhand geografischer Koordinaten online veröffentlicht und können anschliessend mittels eines GPS-Empfängers gesucht werden. Die Freizeitaktivität Geocaching liegt im Trend. Sie wird draussen im Wald ausgeübt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Wermuth (HansW)
    Ich fürchte, dass Herr Bolliger Jäger ist. Die haben das Gefühl, dass der Wald nur ihnen gehört und alle anderen gefälligst draussen bleiben sollen. Die anderen stören nur beim Hobby des Jägers. Da werden sogar "Walker" beschimpft, weil die mit dem "Lärm" ihrer Stöcke das Wild vertreiben... Der Wald gehört allen. Solange man sich benimmt und ihn nacht den Regeln benutzt. Es gibt aber überall schwarze Schafe, nicht nur bei den Geocachern und Jägern.
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  • Kommentar von Kurt Wirth (Topaz58)
    Wenn ich die Geocaching-Karte von Bischofszell anschaue, sind sehr wenige (etwa 2) Verstecke in den Wäldern von über einem Dutzend im ganzen Gemneindegebiet. Ich habe eher, dass hier einer einen "Privatkrieg" führt, was leider öfters der Fall ist. Der Nummer an wären die zwei Verstecke eher neu und die Bewilligung der Grundeigentümers müsste vorliegen. Sonst werden die gar nicht mehr freigegeben.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Wald ist natürlicher Lebensraum von Wildtieren und Pflanzen und so soll es bleiben. Kein Wald und Berg ist mehr sicher vor dem Menschen der sich für seine Freizeit jede Dummheit aussucht. Mehr Verständnis für die Natur und ihre Lebewesen ist gefordert. Gute Entscheidung von Bischofszell diesem Unfug einen Riegel zu schieben. AUch das Biken durch die Wälder und Berggebiete sollte verboten werden und nur den Wanderer und Waldspaziergänger vorbehalten sein.
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