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Lichtensteig Hochwasserschutz-Projekt scheitert an hohen Kosten

Die Gemeinden holen ihre Bäche aus den Röhren und lassen sie offen fliessen. Das wertet die Gewässer ökologisch auf und schützt besser vor Hochwasser. Aber die hohen Kosten liessen am Sonntag ein solches Projekt in Lichtensteig scheitern.

Einlauf Eindohlung Ziegelhüttenbach
Legende: Der Ziegelhüttenbach in Lichtensteig wird nicht auf Kosten der Gemeinde saniert. ZVG

Der Ziegelhüttenbach in Lichtensteig sollte frei gelegt werden. Zur ökologischen Aufwertung und für einen besseren Hochwasserschutz. Mit einer Petition und gezielten Gesprächen haben sich einige Lichtensteiger dagegen gewehrt. Mit Erfolg: Das Projekt wurde am Sonntag mit 483 zu 189 Stimmen deutlich abgelehnt.

Die Zahlen:

  • Gesamtkosten des Projekts: 2.5 Millionen Franken
  • Aufteilung: 1.7 Millionen Franken Gemeinde, 800'000 Franken Kanton
  • Länge der Offenlegung: rund 100 Meter
  • Alter der Röhren: bis zu 60 Jahre

Das Nein an der Urne zur Öffnung des Bachs ändert vorerst nichts an der aktuellen Situation. Die Vorgaben des Kantons zum Hochwasserschutz bleiben jedoch bestehen. Sobald also ein Anstösser am Ziegelhüttenbach baut, muss er diese Vorgaben erfüllen und zwar auf eigene Kosten.

Auch unklar ist, wann die Röhren der Eindohlung saniert werden müssen. Hier könnten Kosten auf die Gemeinde Lichtensteig zukommen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Bei diesen Hochwasserschutzprojekten hat man den Eindruck, dass die Kosten kein Beurteilungskriterium seien. Da werden von den kantonalen "Hochwasserschutzexperten" Projekte ausgearbeitet und den Gemeinden untergejubelt, von denen viele gegenüber den tatsächlichen Gefahren überrissen dimensioniert werden, daher die hohen Kosten! Ein solches Beispiel ist in der Gemeinde Wynigen BE zu bestaunen. Es wird nie ein 100%tige Sicherheit geben, somit könnten viele Projekte einfacher erstellt werden.
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