Hoffnung für Fahrende im Kanton St. Gallen

Der Stadtrat Gossau hat die Einsprachen von vier Grundeigentümern gegen den geplanten Durchgangsplatz im Industriegebiet Ost abgewiesen. Der Rastplatz für Fahrende kann realisiert werden, falls das Stadtparlament dem Teilzonenplan zustimmt.

Wohnwagen mit Schuhen davor

Bildlegende: Wird der Zonenplan gutgeheissen, kann in Gossau ein Platz für zehn Wohnwagen eingerichtet werden. Keystone

Der Kanton St. Gallen plant im Gossauer Industriegebiet Ost einen Durchgangsplatz für Fahrende mit einer Kapazität für zehn Wohnwagen oder Wohnmobile. Im Juni 2012 hatten sich fünf Einsprecher gegen die dafür erforderlichen Pläne und das Baugesuch gewehrt.

Auf die Einsprache des Quartiervereins Winkeln ist der Stadtrat Gossau nicht eingetreten, wie die Stadtkanzlei am Montag in einer Mitteilung schrieb. Die Mehrheit der Vereinsmitglieder wohne rund 400 Meter vom geplanten Durchgangsplatz entfernt und könne somit keine schutzwürdigen Vorbehalte anbringen.

Einwände unbegründet

Bei vier an den geplanten Durchgangsplatz anstossenden Gewerbe- und Industriebetrieben hat der Stadtrat die Legitimation für eine Einsprache bestätigt. Verhandlungen mit den Einsprechern seien ergebnislos verlaufen. Der Stadtrat beurteile die gegen den Teilzonenplan, den Teilstrassenplan und das Baugesuch erhobenen Einwände als unbegründet und wies die Einsprachen ab.

Damit der Durchgangsplatz der Zonenordnung entspricht, muss das Grundstück von der Industrie- in die Intensiverholungszone umgezont werden. Sollte das Parlament den Teilzonenplan ablehnen, könnte der Durchgangsplatz nicht verwirklicht werden.