Hofläden profitieren von Lebensmittelskandalen

Pferdefleisch in der Lasagne, falsch deklarierte Bio-Eier oder Schweinefleisch im Kebab: Die Lebensmittelindustrie durchlebt turbulente Zeiten. Das freut Bauernfamilien mit Hofläden. Sie verzeichnen Zulauf, wie ein Besuch in St. Gallen zeigt.

Die Bäuerin Brigitte Dähler auf ihrem Hof. Im Hintergrund ein paar Rinder im Schnee.

Bildlegende: Die Bäuerin Brigitte Dähler betreibt mit ihrem Mann einen kleinen Bauernhof auf dem Rosenberg in St. Gallen. SRF

Sie verkaufe in diesen Tagen mehr Eier ab Hof, sagt Brigitte Dähler. Die erfahrene Bäuerin betreibt mit ihrem Mann Albin einen kleinen Bauernhof auf dem Rosenberg in St. Gallen. Ihre Produkte verkaufen die beiden in einem kleinen Selbstbedienungs-Laden, der 24 Stunden und sieben Tage die Woche offen ist.

« «Es ist gut, wenn es dann und wann Lebensmittelskandale wie die aktuellen gibt. Die Konsumenten schätzen anschliessend Produkte der Schweizer Landwirtschaft stärker.» »

Sie verkauft nebst Eiern auch Fleisch, Käse, Gemüse und Früchte. Die Preise sind konkurrenzfähig. Kalbsgeschnetzeltes oder Schweinskotletten zum Beispiel sind günstiger als beim Grossverteiler, wie ein Vergleich zeigt.

Aber auch bei Hofläden könnte der Konsument betrogen werden. Der Konsumentenschutz rät bei Bedenken, den Besitzer des Ladens anzusprechen oder im fortgeschrittenen Fall sich beim Kanton zu melden.

«Betrügen lohnt sich nicht», sagt derweil Brigitte Dähler. Statt Produkte zuzukaufen, sagt die St. Galler Hofladen-Betreiberin lieber einmal zuviel: Ausverkauft!