«Ich mache, was ich als richtig erachte, auch wenn das aneckt»

Herbert Huser, Präsident der SVP St. Gallen und Kantonsrat, will in die Regierung. Der 58-Jährige hat dies bereits vor sechs Jahren versucht. Im Gespräch erklärt er seine Position zum St.Galler «Medical Master» und wie kollegial er im Regierungsrat wäre.

Der Rheintaler Architekt und Unternehmer Herbert Huser war 2008 in den Kantonsrat gewählt worden. Seit 2012 ist der 58-jährige Familienvater Präsident der SVP St. Gallen. Bereits 2010 hatte Huser für den Regierungsrat kandidiert.

Damals unterlag er dem CVP-Kandidaten Benedikt Würth. Derzeit stellt die SVP als wählerstärkste Partei lediglich einen Vertreter in der St. Galler Regierung. Je zwei Sitze halten die CVP, die FDP und die SP.

Weg zur SVP

«Ich bin weder Christoph Blocher noch sonst einem Idol nachgeeifert. Ein guter Freund hat mich in die SVP gebracht.» Mit dieser Partei habe Huser einfach die grösste Schnittmenge.

«  Mir wurde nichts geschenkt. Deshalb spreche ich deutsch und deutlich. »

Mit seiner Art ecke er an. In der Regierung würde Huser sich zwar an das Kollegialitätsprinzip halten, aber seine Position stark vertreten.

Einsatz für Medical Master

«Ich bin grundsätzlich kritisch, wenn es um Ausgaben geht. Beim Medical Master bin ich aber für Investitionen. Es kommt ja dem Standort St. Gallen zu Gute.» Die 15-20 Millionen Franken für das Projekt sollen laut Huser aus dem Budget für Bauten genommen werden.

Ja/Nein - Fragen

Braucht die Schweiz eine zweite Gotthardröhre?
Ja
Soll die Schweiz das bedingungslose Grundeinkommen einführen?
Nein
Braucht die Ostschweiz eine Expo 2027?
Ja
Soll die Schweiz Olympische Spiele durchführen?
Ja
Sollen die Seeufer für alle zugänglich sein?
Ja
Soll St. Gallen aus dem Harmos-Konkordat aussteigen?
Nein
Kaufen Sie im Vorarlberg ein?
Nein
Finden Sie Solarstrom eine gute Sache?
Ja

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr

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