«Im nächsten Leben wäre ich gerne ein Kontrabass»

Zum 70. Geburstag schenkt sich der Toggenburger Komponist und Musiker Peter Roth eine Oper. Am Samstag wird das Stück «Spinnen» in Wil uraufgeführt. Es handelt sich um ein gesellschaftskritisches Werk, das die Atomenergie in den Mittelpunkt stellt.

«In der Erzählung 'Die schwarze Spinne' von Jeremias Gotthelf stürzt das Volk durch den Pakt mit dem Teufel ins Verderben. In meiner Oper 'Spinnen' wird den Menschen ihre Hybris, ihre mangelnde Ehrfurcht vor Leben, Natur und Schöpfung zum Verhängnis», sagt Peter Roth.

Der Toggenburger Komponist und Musiker hat sich zu seinem 70. Geburtstag eine Oper geschenkt. Am kommenden Samstag findet die konzertante Uraufführung in der Tonhalle Wil statt, eine szenische Aufführung soll im kommenden Jahr folgen.

Peter Roth bringt in seinen musikalischen Werken seine politisch-spirituelle Haltung zur Sprache. Mit «Spinnen» will er die kritischen Aspekte der Atomenergie beleuchten, so Roth.

Roth wurde 1944 in St.Gallen geboren. Er bildete sich zum Lehrer aus und studierte später Musik. Von 1976 bis 1988 sass er für die SP im Kantonsrat. Musik sei sein Leben, die Oper «Spinnen» die Quintessenz seines Schaffens, so Roth, der im nächsten Leben gerne als Kontrabass auf die Welt kommen würde – ein Streichinstrument, das mit leisen, erdigen Klängen viel bewege.

Bekannt wurde Peter Roth mit Kompositionen wie die «Toggenburger Passion» mit Messen oder mit Naturmusik-Stücken, in die auch Elemente der Weltmusik einflossen.

Peter Roth gründete 2001 KlangWelt Toggenburg und ist Initiant des Klangfestivals Naturstimmen.