In Felben-Wellhausen sollen Hunderte von Arbeitsplätzen entstehen

Die Firma Müller Martini hat einen Grossteil der über 600 Arbeitsplätze in Felben-Wellhausen in den letzten Jahren abgebaut. Neu beschäftigt die Firma am Standort noch 45 Mitarbeiter. Auf dem Areal sollen sich nun neue Firmen ansiedeln. Die Wirtschaftsförderung spricht von einem Glücksfall.

Areal Müller Martini

Bildlegende: Im Moment arbeiten noch 100 Personen auf dem Areal, im Herbst sind es noch 45. zvg

Fakten

  • Produktion und Lager: 17'000 Quadratmeter
  • Hochregallager: 3500 Quadratmeter
  • Büros: 2500 Quadratmeter
  • Fläche gesamt: 73'000 Quadratmeter

Nach intensiven Abklärungen habe sich die Eigentümerschaft des Müller-Martini-Areals dazu entschlossen, die verschiedenen Liegenschaften und Grundstückparzellen nicht zu verkaufen. Sie wolle die Fläche Gewerbe- und Industriebetrieben ab Oktober als Mietobjekte für unterschiedliche Nutzungen zur Verfügung zu stellen, sagte der Geschäftsführer von Müller Martini, Michael Thüler an einer Medienorientierung am Donnerstag.

Vom Stellenabbau zum Glücksfall

Es handelt sich mit den Gebäuden und Freiflächen um mehr als 70'000 Quadratmeter. Neunutzungen sollen nach wie vor im industriellen und gewerblichen Sektor liegen und so «zu einer Stärkung des Werk- und Arbeitsplatzes Thurgau beitragen». Die Rede ist von einem neuen «Chancenareal» für die Bodenseeregion und den ganzen Kanton Thurgau.

Edgar Sidamgrotzki von der Thurgauer Wirtschaftsförderung freut sich: «Wir können interessierten Firmen nun etwas bieten.» Der Vorteil des Geländes sei der üppige Platz. Angrenzend gibt es zudem noch Grünflächen, welche bebaut werden können, wenn die Firmen weiter wachsen wollen.

Suche nach grossen Firmen

Ein spezialisierter Areal-Manager kümmert sich nun darum, dass Firmen nach Felben-Wellhausen ziehen. Man sei an Unternehmen interessiert, welche mindestens 1000 Quadratmeter Platz benötigten, sagt Areal-Manager Martin Hungerbühler.

Auch für die Gemeinde Felben-Wellhausen sind das gute Neuigkeiten. Gemäss Gemeindeammann Werner Künzler spürt Felben-Wellhausen, dass nun weniger Steuern eingenommen werden. Mit den geplanten Arbeitsplätzen könne man wieder auf höhere Einnahmen hoffen.