Iranische Kunst in Rapperswil-Jona

Samira Hodaei lebt und arbeitet als Künstlerin im Iran. Ihre Bilder stellt sie allerdings nur im Ausland aus. Derzeit im Rahmen der Ausstellung «There are too many walls but not enough bridges» im Kunstzeughaus in Rapperswil-Jona.

Als Künstlerin sei es im Iran nicht einfach, erzählt die 34-jährige. Viele hätten in ihrem Heimatland Mühe, dass sie als alleinstehende Frau eine Künstlerkarriere verfolge.

Doch Hodaei lebt ihr eigenes Leben und sucht sich auch ihren eigenen Stil als Künstlerin: Ihre Werke sind eine Mischung aus Druck und Malerei, wobei sie die Farbe als einzelne Punkte aufträgt. Bis ein Werk fertig ist, gehe es teilweise mehrere Monate, je nach Grösse des Bildes.

Trotz den vielen Vorschriften im Iran könne sie in Teheran ungestört arbeiten. Sie habe ihr eigenes Studio, die Türen seien geschlossen. Solange sie ihre Werke nicht in der iranischen Öffentlichkeit ausstelle, habe sie keine Probleme, so Hodaei.

Probleme könnte es lediglich geben, wenn sie die Bilder ins Ausland verschicken will, da die iranischen Behörden jedes Bild zuerst überprüfen. Bis jetzt habe es aber immer funktioniert.

Vom Atomabkommen mit den USA erhofft sie sich auch als Künstlerin eine Verbesserung. Sie habe manchmal nicht genug Farbe gehabt, da diese aufgrund der Sanktionen nicht importiert werden konnte. Dies würde sich mit dem Abkommen ändern, ist Hodaei überzeugt.