Jäger wollen wegen dem Wolf weniger Entschädigung bezahlen

Seit der Wolf vom Calandagebiet ins St. Galler Taminatal vorgedrungen ist, verschwindet dort das Wild. Es geht dem Wolf aus dem Weg. Den Jägern fehlen diese Tiere für die Jagd. Sie wollen nun, dass ihr Jagdpachtzins gesenkt wird.

Gams versteckt sich im Dickicht.

Bildlegende: Die Gämse im Taminatal bringen sich vor dem Wolfsrudel in Sicherheit. Keystone

Das Rotwild ist lernfähig. Es geht dem Wolf aus dem Weg und verschwindet aus den Jagdrevieren - zum Leidwesen der Jäger. Besonders augenfällig sei die Situation im Taminatal, sagt Manfred Gubser, Obmann der Rotwild-Hegegemeinschaft 2 im Kanton St. Gallen.

2000 Franken sind zu viel

«Weil die Wildbestände zurückgehen, wird die Jagd für die Jäger zunehmend unattraktiv», sagt Manfred Gubser gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Deshalb fordern die Jäger nun, dass der Jagdpachtzins nach unten korrigiert wird. Dieses Geld zahlen sie - immerhin 2000 Franken pro Jahr - um überhaupt auf die Jagd zu dürfen. Einen entsprechenden Antrag haben die Taminataler Jäger dem Kanton überwiesen.

Eine Korrektur des Zinses lasse das Gesetz zu, sagt Gildo da Ros, Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements. Es müsse aber erst bewiesen sein, dass der Wolf tatsächlich diese grossen Auswirkungen habe.