Keine Einmischung bei den Banker-Löhnen

Der St. Galler Kantonsrat will die Löhne der Chefs der St. Galler Kantonalbank nicht regulieren. Er will auch keine Obergrenze einführen. Eine Motion eines jungen SVP-Kantonsrats wurde am Dienstag deutlich abgelehnt.

Der SVP-Kantonsrat Sandro Wasserfallen wollte im Kantonalbankgesetz ein Lohnverhältnis von 1 zu 20 festlegen. Die St. Galler Regierung wollte den Vorstoss nicht überwiesen haben mit der Begründung, dieses Lohnverhältnis werde ohnehin eingehalten und darum brauche es keine Regulierung.

Die Motion wurde mit 66 zu 39 Stimmen abgelehnt. Für Wasserfallens Vorstoss stimmten einige SVP-Parlamentarierinnen und -Parlamentarier, das Gros der Sozialdemokraten und ein paar Grüne.

So viel verdienen die Chefs

2012 verdiente der CEO der St. Galler Kantonalbank, Roland Ledergerber einen Lohn in der Höhe von 1,16 Millionen Franken. Der Lohn setzt sich zusammen aus 980‘000 Franken Vergütungen und Sozialleistungen von 176‘000 Franken. Gemäss Geschäftsbericht von 2012 betrug das Lohnverhältnis 1:18. Das heisst: Der Mindestlohn (Einsteigerlohn) beträgt rund 65‘000 Franken.

Verwaltungsratspräsident Franz Peter Oesch bekommt 298‘000 Franken an Vergütungen und 14‘000 Franken Sozialleistungen. Das macht zusammen 312‘000 Franken.