Generation Praktikum Kita-Lehrlinge sollen ohne Umweg in die Berufswelt

Eine Umfrage zeigt: Lernende «Fachfrau/-mann Betreuung» haben vor ihrem Einstieg in die berufliche Grundbildung in der Regel ein Praktikum oder sogar zwei absolviert. Das lässt die Schweizerische Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales (Savoirsocial) aufhorchen. Denn das Berufbildungsgesetz BBG legt fest, dass die berufliche Grundbildung an die obligatorische Schule anschliesst.

Aus diesem Anlass wurde ein runder Tisch einberufen, wie Savoirsocial auf Anfrage von Radio SRF bestätigt. An den Beratungen teilgenommen haben unter anderem Vertreter des Bundes, der Kantone und Mitglieder verschiedener Organisationen aus dem Bereich der sozialen Arbeit. Der vorläufige Beschluss:

  • Schulabgänger/innen sollen die berufliche Grundausbildung Fachfrau/Fachmann Betreuung in der Regel direkt im Anschluss an die obligatorische Schule beginnen.

Mit verschiedenen Massnahmen wollen die Beteiligten dafür sorgen, dass dies im Berufsalltag Änderungen bringt. Unter anderem sollen Lehrbetriebe, die Politik und die Öffentlichkeit informiert und sensibilisiert werden.

Beliebte Praktikanten

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Der Besuch in der Kita Zauberlehrling in St.Gallen zeigt: Praktikanten in Kindertagesstätten werden geschätzt. Sie seien in der Regel sehr motiviert und erhielten einen umfassenden Einblick in den Kita-Alltag, sagt Ariane Forster von der Geschäftsführung gegenüber Radio SRF. Hinzu komme, dass Praktikanten finanziell das Budget entlasteten. Rein finanzielle Gründe habe der Einsatz von jungen Mitarbeitern ohne Ausbildung aber nicht. Viel wichtiger sei die Erfahrung und das gegenseitige Kennenlernen. In vielen Fällen werde das Arbeitsverhältnis weitergeführt, wenn die Praktikanten die Berufslehre absolvierten.