Kleinster Bezirk bringt Strukturreform ins Rollen

Im Kanton Appenzell Innerrhoden könnte die Diskussion rund um die Strukturreform wieder aufflammen. Der Anstoss kommt aus dem Bezirk Schlatt-Haslen. Der Grund: Es werde immer schwieriger gute Leute für Bezirksaufgaben zu finden. Zwei Anträge sollen Abhilfe schaffen.

Ansicht auf die Kirche des Bezirks Schlatt-Haslen

Bildlegende: Im Bezirk Schlatt-Haslen leben rund 1100 Einwohner. zvg

2012 lehnte die Innerrhoder Landsgemeinde eine Bezirksfusion knapp ab. Die Bemühungen, der Regierung die Bezirke von sechs auf zwei zu reduzieren, scheiterten. Ein neuer Anlauf bei der Strukturreform müsse «von unten kommen», hiess es danach von Seiten der Regierung - sprich aus den Bezirken.

Nun werden Stimmen im kleinsten Bezirk Innerrhodens laut. Rolf Inauen aus Schlatt-Haslen stellt zwei Anträge: Einerseits soll der Bezirksrat eine bessere und engere Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Bezirken suchen. Andererseits stellt Inauen den Antrag, dass die Abschaffung der Bezirke vorangetrieben und das Kantonsmodell eingeführt wird. Denkbar seien auch Bezirksfusionen. Die Stimmbürger des Bezirks werden am 3. Mai über diese beiden Anträge abstimmen.

Landammann Daniel Fässler nimmt die Diskussion in Schlatt-Haslen zur Kenntnis und ist gespannt wie es weiter geht.