Knatsch um Bischofszeller Wasserkraft

Die Umwelt- und Fischereiverbände steigen aus bei den Gesprächen zur geplanten Vergrösserung des Thurwehrs in Bischofszell. Sie werfen den Planern vor, einseitig an der Maximierung der Wasserkraftausbeutung festzuhalten. Dies verhindere eine innovative Lösung.

Das heutige Wehr.

Bildlegende: Das Wehr an der Thur soll vergrössert werden. ZVG

Geplant ist die Vergrösserung eines bestehenden Stauwehrs an der Thur. Die Projektplaner der Bischofszeller Koch Kraftwerke AG wollen das Wehr unter anderem um drei Meter erhöhen. Die Umwelt- und Fischereiverbände haben schon länger die Pläne kritisiert. Umstritten ist vor allem die Restwassermenge.

Schutz der Natur zu wenig gewichtet

«Offensichtlich sind die Projektanten motiviert durch in Aussicht gestelltes Subventionsgeld», heisst es in der Medienmitteilung des Umweltverbandes Aqua Viva. Dieser vertritt die Interessen der verschiedenen Umwelt- und Fischereiverbände. «Insgesamt stehen auch im modifizierten Projekt Nutzung und Schutz der Thur in keiner Weise ausgewogen da», heisst es in der Mitteilung weiter. Vor allem die Auenwälder unterhalb des Wehrs seien durch das Projekt gefährdet.