Konsumenten an der Nase herumführen

Wie kann man das Kaufverhalten von Konsumenten mit Düften beeinflussen? Diese Frage stellt sich die Raumbeduftungsfirma Kukui im Thurgauischen Eschlikon. Das Unternehmen produziert rund 30 Duftkreationen für Hotels, Detaillisten, Kleidergeschäfte und Altersheime.

Olivier Portmann beduftet mit seinen Duftkreationen verschiedene Hotels, Geschäfte und Altersheime.

Bildlegende: Olivier Portmann beduftet mit seinen Duftkreationen verschiedene Hotels, Geschäfte und Altersheime. SRF

«Unsere Kunden wollen ihre Räume mit Düften ausstatten, die die Umgebung positiv beinflussen», erklärt Olivier Portmann. Seine Firma «Kukui» in Eschlikon produziert Düfte und installiert vor Ort die nötige Technik, um die Räume zielgerichtet zu beduften.

Lebensmittel sind tabu

In der Lebensmittelbranchen sind den Raumbeduftern aus dem Thurgau die Hände gebunden. Gesetzlich ist es verboten, Lebensmittel durch gezielte Duftnoten in ein besseres Licht zu rücken: «Wir dürfen beispielsweise Tomaten nicht mittels künstlicher Beduftung zu einem scheinbar besseren Aroma verhelfen.»

Es geht nicht um die Täuschung der Kunden. Das Ziel ist es vielmehr, die Kunden mittels verschiedenen Duftnoten in eine angenehme Stimmung zu bringen, die zum Produkt passt. «Sportartikel verkaufen sich besser mit einer grasigen Raumbeduftung. Matratzen oder Liegen verkaufen sich besser in einer entspannten Ambiance.» Lavendel sei da eine gute Wahl, erklärt Olivier Portmann.