Krach rund um Asylzentrum Landegg

Die Gemeinde Eggersriet, wo das Asylzentrum steht, verfügt gegen den Kanton St. Gallen, der das Asylzentrum betreibt. Der Grund: Im Zentrum wohnen momentan nebst einzelnen Erwachsenen und Familien auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMA). Das geht nicht, findet der Gemeindepräsident.

Das ehemalige Kur- und Seminarhotel Landegg - heute ein Asylzentrum.

Bildlegende: Es herrscht dicke Luft rund um das ehemalige Kur- und Seminarhotel Landegg - heute ein Asylzentrum. Keystone

Im Kanton St. Gallen wohnen im Moment über hundert unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMA). 35 davon im Asylzentrum Landegg.

Der Gemeindepräsident Roger Hochreutener kritisiert das heftig: «Für das Betreiben von Jugendheimen gibt es im Kanton St. Gallen spezielle Bestimmungen. Diese betreffen Betreuung, Begleitung und Beschulung. Im Asylzentrum Landegg sind diese nicht gewährt, vor allem wegen fehlender Infrastruktur.» Weiter kritisiert Hochreutener, dass man nicht einfach Jugendliche mit Erwachsenen zusammen unterbringen könne.

Für Jürg Eberle, Leiter des St. Galler Migrationsamts, ist diese Situation nicht problematisch: «Diese Jugendliche müssen aus unserer Sicht den Umgang mit Erwachsenen lernen.

Wir achten zudem darauf, dass die Jugendlichen an Standorten untergebracht sind, wo viele Familien mit Kindern sind.»

Aussage gegen Aussage: Der Krach wird auch die Gerichte noch beschäftigen. Die Gemeinde Eggersriet hat verfügt, dass der Kanton St. Gallen einen Bewilligung braucht, um das Zentrum Landegg auch als Kinder- und Jugendheim zu nutzen. Der Kanton hat diese Verfügung angefochten.