Kulturminister Klöti überrascht seine Kritiker

Der St. Galler Regierungsrat Martin Klöti will das Projekt eines Klanghauses im Toggenburg nicht begraben. Klöti spricht von einem parlamentarischen Auftrag.

Regierungsrat Martin Klöti

Bildlegende: Trotz einem Nein im Kantonsrat will Regierungsrat Martin Klöti die Idee eines Klanghauses im Toggenburg nicht begraben. SRF

Diese Aussage überrascht: Regierungsrat Martin Klöti spricht von einem Auftrag aus dem Parlament, den es nun zu prüfen gelte. Fakt ist jedoch: Der Kantonsrat hatte im Frühling einem 19 Millionen-Franken-Kredit für ein Klanghaus im Toggenburg nicht zugestimmt. Damit wurde das Projekt beerdigt. Ein neuer Auftrag wurde von Seiten des Parlaments nicht formuliert, wie die Nachfrage beim Staatssekretariat zeigt. Entsprechend überrascht sind die Kritiker des Klanghaus-Projekts. Ihm sei nicht bekannt, ob die Regierung ein gleiches oder ähnliches Projekt nochmals verfolge, sagt SVP-Parlamentarier Karl Güntzel gegenüber Radio SRF.

Ein Anruf ins Toggenburg schafft Klarheit: Matthias Müller, Stifungsratspräsident der «Klangwelt Toggenburg», erarbeitet mit einer Arbeitsgruppe neue Ideen. Müller spricht vom Klanghaus-Konzept 2.0. Den Auftrag dazu hätten Regierungsrat Martin Klöti und der damalige Baudirektor Willi Haag erteilt. «Es ist das Recht der Regierungsmitglieder, weitere Abklärungen zu treffen», erklärt Staatssekretär Canisius Braun gegenüber Radio SRF.

Konkrete Pläne sollen bis im Januar vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob sich die Regierung hinter ein neues Projekt stellt - und ob dieses auch im Parlament eine Chance hätte.