Kurz vor den Wahlen: Kreuzlinger Stadtpräsident wird kritisiert

Nur wenige Wochen vor den Wahlen in Kreuzlingen äussern mehrere Parteien Kritik am amtierenden Stadtpräsidenten Andreas Netzle. Die Vorwürfe bleiben pauschal, und die Kritiker verzichten darauf, einen eigenen Gegenkandidaten aufzustellen. Der Angegriffene reagiert empört.

In Kreuzlingen wählen die Stimmberechtigten am 8. März den Stadtrat und den Stadtpräsidenten. Einziger offizieller Kandidat ist der amtierende Stadtpräsident Andreas Netzle, ein parteiloser.

Mehrere Parteien, allen voran die FDP, haben sich vor einigen Tagen unzufrieden gezeigt mit der Arbeit Netzles – aber keinen eigenen Gegenkandidaten aufgestellt.

Die Kritik kommt überraschend spät, und sie bleibt auch sehr vage. FDP-Präsident Patrik Hugelshofer spricht von einem schlechten Leistungsausweis und dass frischer Wind Kreuzlingen gut tun würde. Genauer ins Details gehen will er nicht. Der angegriffene Netzle wiederum zeigt sich empört über die pauschalen Vorwürfe und will darauf nicht konkret eingehen. Dass seine Kritiker nicht einmal einen Gegenkandidaten aufgestellt hätten, würde für sich sprechen, sagt er.

Gegenkandidat noch immer gesucht

Die Situation scheint verfahren zwischen Netzle und seinen Kritikern, insbesondere der FDP. Beide werden vermutlich aber auch in Zukunft weiterhin zusammenarbeiten müssen. Denn derzeit sieht alles danach aus, als ob Netzle wiedergewählt würde. Das muss selbst FDP-Präsident Hugelshofer eingestehen – obwohl er die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, sozusagen noch in letzter Minute einen Gegenkandidaten zu finden.