Lieber auf dem Feld als im Internet

Für die Bauern im Kanton St. Gallen herrscht seit diesem Jahr Internetpflicht. Gesuche für Direktzahlungen dürfen nur noch online und nicht mehr auf Papier eingereicht werden. Vor allem ältere Landwirte sind damit allerdings überfordert. Der St. Galler Bauernverband hat deshalb Hilfe organisiert.

St. Galler Bauern sind lieber auf dem Feld als im Internet.

Bildlegende: St. Galler Bauern sind lieber auf dem Feld als im Internet. Keystone

Den Onlinezwang für Direktzahlungen hat der Kanton St. Gallen in diesem Jahr eingeführt, um den Verwaltungsaufwand auf dem Landwirtschaftsamt zu reduzieren. Bislang mussten die Beamten die schriftlich eingereichten Gesuche ins System eintippen. Was der Thurgau als erster Kanton der Ostschweiz bereits vor drei Jahren einführte hat, hält nun also auch im Nachbarkanton Einzug.

Superuser hatten 600 Einsätze

Das Verständnis für den Systemwechsel bei den rund 4'000 Mitgliedern des St. Galler Bauernverbandes hält sich allerdings in Grenzen. Superuser Andreas Zingg aus Gossau: «Viele ältere Bauern sind überfordert und besitzen keinen Computer auf ihrem Hof. Sie sind froh über unsere Hilfe»

Der Bauernverband hat mit seinen 44 Superusern bisher 600 Landwirte beraten, die mit Computer und Internet überfordert waren. Und es dürften noch mehr werden. Für die Direktzahlungen 2015 steht schon der nächste Termin an. Bis Ende Januar müssen die Bauern ihre Gesuche einreichen.