Thurgauer Veterinäramt Mehr Arbeit wegen Tierschutz beim Kanton Thurgau

15 Prozent mehr Aufwand im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr: Die Beamten des Kantons Thurgau haben mehr Arbeit beim Tierschutz.

Schweinestall.

Bildlegende: Ist ein Landwirt überfordert, leidet oft auch das Tier. Keystone

Was ist der Grund für die Zunahme? Grund seien aufwändige Einzelfälle, sagt der zuständige Regierungsrat, Walter Schönholzer. Diese würden sich zum Teil über Jahre hinziehen und das teilweise bis vor Bundesgericht. Daher komme dieser Mehraufwand, so der Regierungsrat.

Was sind die Ursachen? Im Geschäftsbericht des Thurgauer Veterinäramts heisst es dazu, dass diese Fälle symptomatisch seien für die zunehmenden Krisensituationen im beruflichen und familiären Umfeld der Landwirtschaft. Gravierende Tierschutzverstösse in Nutztierhaltungen seien fast immer auf private oder wirtschaftliche Probleme des Bauern zurückzuführen. Und Walter Schönholzer ergänzt: Vernachlässigen die Bauern ihre Tiere, müsse das Veterinäramt eingreifen und für den Tierhalter, der schon private oder finanzielle Probleme habe, komme ein weiteres dazu.

Wie kann der Kanton helfen? Der Kanton sei deshalb auf die Zusammenarbeit mit Beratern – beispielsweise im landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg bis hin zur Sozialhilfe bei den Gemeinden angewiesen, sagt Walter Schönholzer, der Vorsteher des Thurgauer Volkswirtschaftsdepartementes.