Neue Mittel im Kampf gegen Kirschessigfliege

Der Befall mit der Kirschessigfliege sei in der Ostschweiz teilweise dramatisch. Die Fachstelle Weinbau der Kantone Thurgau und Schaffhausen hat nun eine Task Force gegründet. Unter anderem fordert sie die Zulassung von weiteren Pflanzenschutzmitteln.

Die positive Nachricht des Bundesamtes für Landwirtschaft kam am Dienstagnachmittag: Zwei Pflanzenschutzmittel im Kampf gegen die Kirschessigfliege wurden bewilligt. Der Thurgauer Rebbaukommissär Markus Leumann ist erleichtert. Er hat zusammen mit 30 anderen Akteuren letzte Woche eine Task Force gegründet. In einer Tagung sass man zusammen, analysierte die Situation und legte Strategien fest. Ein solches Ausmass habe man nicht erwartet, so sein Fazit.

Man müsse die Kirschessigfliege mit Pflanzenschutzmittel bekämpfen, eine gute Pflege und Durchlüftung der Trauben reiche dieses Jahr einfach nicht aus, so Markus Leumann. Der Druck auf die Ernte sei zu gross, man müsse retten, was man retten könne. Die Mittel seien innerhalb von kurzer Zeit weg und liessen sich im Wein nicht mehr nachweisen.

Schädling aus Asien

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist eine asiatische Essigfliege, die 2011 erstmals in der Schweiz nachgewiesen wurde. Dieser neue Schädling legt seine Eier bevorzugt in gesunde, reife Früchte. Die Kirschessigfliege mag tropisches Wetter. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit im Sommer und dem milden Winter hat sie sich schnell vermehrt.