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Ostschweiz «Nicht der Schnee, sondern der Druck ist gefährlich»

Die riesigen Schneemengen im Kanton Glarus haben für rund 250 Schülerinnen und Schüler der Ortschaft Netstal einen angenehmen Nebeneffekt: Sie müssen wegen Lawinengefahr nicht zur Schule. Dabei sind nicht die Schneemengen die eigentliche Gefahr, sondern der bei einer Lawine entstehende Druck.

Eine Staublawine donnert den Hang runter, auf ein paar Hütten und Bäume zu
Legende: Eine Staublawine wie hier in Flims kann grossen Schaden anrichten. Keystone

Die Schule in Netstal wurde am Montagmittag geschlossen. Sie bleibt bis mindestens Mittwochabend zu. Am Donnerstag werde die Lage neu beurteilt, sagt Hans-Peter Horat, Leiter der Fachstelle Sicherheit der Gemeinde Glarus gegenüber dem Regionaljournal.

Kinder im Freien gefährdet

Schulfrei haben etwa 250 Schülerinnen und Schüler. Laut Horat geht es nicht um das Schulhaus, sondern um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenplatz oder auf dem Weg zur Schule.

Die Lawine würde einen Druck von solcher Stärke erzeugen, dass er Schülerinnen und Schüler umwerfen könnte, sagt Horat weiter. Denn der Schnee donnere über die fast senkrechte Felswand vom Wiggis von 2000 Meter auf rund 500 Meter ins Dorf.

Das Glarnerland wurde in den letzten Tagen mit riesigen Schneemengen eingedeckt. Im Tal liegen etwa 70 Zentimeter Neuschnee, auf einer Höhe von 2000 Meter rund zwei bis zweieinhalb Meter.

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