Noch keine Schafe am Calanda gerissen

Die Walliser Regierung hat den Abschuss einen Wolfes angeordnet. In den Kantonen St. Gallen und Graubünden ist der Abschuss von Wölfen kein Thema: Das Wolfsrudel am Calanda gibt keinen Anlass zur Beanstandung.

Wolf im Gras

Bildlegende: Der Wolf im Wallis hat innerhalb eines Monats 25 Schafe gerissen. Keystone

Die Wölfe verhielten sich ruhig, erklärt Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Dies sei aber nicht in erster Linie der Zurückhaltung der Wölfe zu verdanken, sondern dem funktionierenden Herdenschutz.

Zu verdanken sei es auch den Schafsbesitzern, die dem Thema Herdenschutz offen gegenüber stünden, wie Markus Hobi, Leiter des Landwirtschaftlichen Zentrums Salez, erklärt. Die Anlaufstelle für Herdenschutz, die der Kanton St. Gallen auf dieses Jahr hin geschaffen hat, ist gut angelaufen. Hobi: «Verschiedene Alpen haben sich überlegt, ihre Herden zusammen zu legen.» Zudem hätten sie Herdenschutzhunde angeschafft.