Nur St. Gallen mit Zulassungsstopp für Spezialärzte

St. Gallen schränkt die Zahl der Spezialärzte im Kanton ein. Er greift auf das Instrument des Zulassungsstopps zurück. Die anderen Ostschweizer Kantone kennen das Problem der vielen Arzt-Gesuche nicht.

Arzt vor Eingriff

Bildlegende: Im Kanton St. Gallen sind die Gesuche der Spezialärzte massiv angestiegen. Symbolbild Keystone

Der Kanton St. Gallen führt den Zulassungsstopp für Spezialärzte per sofort ein. Sie seien froh über dieses Instrument, sagt Kantonsarzt Markus Betschart. Die Gesuche von Spezialärzten seien in den letzten Monaten massiv angestiegen. Die Zahl der Orthopäden im Kanton sei beispielsweise in 18 Monaten um 40 Prozent angestiegen.

«Mehr Ärzte bedeuten höhere Gesundheitskosten», sagt Markus Betschart. Da fühle sich der Kanton verpflichtet einzugreifen. Sollte es von einer Gruppe Ärzte zu wenig geben, würden die Gesuche natürlich bewilligt, führt er aus.

Die anderen Ostschweizer Kantone kennen das Problem der vielen Gesuche nicht. Ein Zulassungsstopp sei für sie darum kein Thema, heisst es zum Beispiel im Kanton Appenzell Ausserrhoden. In Innerrhoden, Glarus, Graubünden und im Thurgau haben die Regierungen offiziell noch nicht entschieden. Sie diskutieren den Zulassungsstopp erst im August.