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Ostschweiz Ohne den Thurgau kein Konstanzer Konzil

Das Konstanzer Konzil am Ende des Mittelalters besuchten insgesamt 70'000 Kirchenleute und Gelehrte aus ganz Europa. Die Stadt Konstanz hätte diese Menge nie unterbringen und verköstigen können. Nur dank der Thurgauer Ortschaften konnte das Konzil überhaupt in Konstanz durchgeführt werden.

Turm des Gottlieber Schlosses
Legende: Im Turm des Gottlieber Schlosses war der Reformator Jan Hus eingesperrt. SRF

8000 Einwohner hatte Konstanz zu Beginn des Konzils - insgesamt 70'000 Kirchenleute und ihre Gefolgschaft musste die Stadt während der Konzilszeit von 1414 bis 1418 unterbringen. Ein Ding der Unmöglichkeit. «Das Konzil konnte nur deshalb in Konstanz durchgeführt werden, weil die Teilnehmer im Thurgau untergebarcht werden konnten», sagt Dominik Gügel, Leiter des Arenenberger Napoleonmuseums gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Das Konzil - ein Geschäft

Involviert waren zahlreiche Ortschaften des heutigen Thurgaus. Unter anderen Gottlieben, wo der Reformator Jan Hus während des Konzils eingekerkert war und später bei Kreuzlingen auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde.

Dass die Konzilsteilnehmer im Thurgau untergebracht wurden, kommt nicht von ungefähr. Die Gegend war reich, der Boden fruchtbar. «Damit war neben der Unterbringung auch die Verköstigung gewährleistet», sagt Gügel. Umgekehrt profitierte auch der Thurgau vom Konzil. Die «Hotellerie» bachte viel Geld. Unmittelbarer Ausdruck davon ist zum Beispiel die alte Thurbrücke, die dank der Einnahmen gebaut werden konnte.

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