Ostschweiz will klare Grenzgänger-Regelung

Die Zahl der Grenzgänger dürfe auch mit der Umsetzung der Zuwanderungsinitiative nicht sinken, fordert der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth. Der Bundesrat habe signalisiert, dass diese Forderung erfüllt wird.

Eine Strasse, dahinter ein Zollgebäude.

Bildlegende: Grenzgängern soll der Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin zugänglich sein. Keystone

Benedikt Würth ist grundsätzlich einverstanden mit der Umsetzung der Zuwanderungsinitiative. Trotzdem ist seine Forderung klar: Die Zahl der Grenzgänger, die in der Ostschweiz arbeiten, dürfe nicht korrigiert werden.

Die Ostschweiz sei auf diese Grenzgänger angewiesen, da müsse die Schweiz über die Landesgrenzen hinaus denken. Würth zeigte sich zuversichtlich, diesbezüglich eine Lösung mit dem Bund zu finden.

Thurgauer Bauern noch unschlüssig

Dass Kurzaufenthalter bis zu vier Monaten ohne Kontingentierung bleiben, sei die Mindestforderung aus der Landwirtschaft, sagt Markus Hausammann, Präsident des Thurgauer Bauernverbandes. Diese Regelung, die jetzt der Bund bei den Kurzaufenthaltern vorschlägt, sei trotzdem ein Kompromiss.

Ob dieser reiche, werde sich zeigen, so Hausammann. Möglich sei Widerstand von Obst- oder Gemüseproduzenten. Diese sind während den Sommermonaten auf zahlreiche Erntehelfer angewiesen. Die Arbeiter stammten häufig aus dem Ausland.