Ostschweizer Firmen sorgen sich um Fachkräfte

Für Fachkräfte aus Drittstaaten besteht ein Kontingent. Diese hat der Bundesrat vor einem Jahr reduziert. Nun erkennen die Unternehmer einen Wettbewerbsnachteil.

Frau in einem Labor.

Bildlegende: Insbesondere in der Forschung und Entwicklung sind Fachkräfte aus Drittstaaten gesucht. Keystone

6500 Fachpersonen aus Drittstaaten dürfen 2015 in der Schweiz eine Arbeitsstelle antreten. Im Jahr zuvor waren es 2000 mehr. Der Bundesrat hat das Kontingent für Fachkräfte aus Drittstaaten nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initative gekürzt. Das Kontingent wird auf die Kantone aufgeteilt.

Keine Knappheit in der Ostschweiz

Während die Kantone Basel-Stadt und Zürich schon im Sommer ihre Kontingente ausgeschöpft hatten, stehen im Kanton St. Gallen immer noch freie Kontingentsplätze zur Verfügung. Das soll auch bis Ende Jahr, und somit bis Ende dieser Kontingentsphase, so bleiben, heisst es beim Amt für Wirtschaft.

«  Die Kontingentierung bedeutet für Unternehmer eine hohe Bürokratie.  »

Kurt Weigelt
Direktor, Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell

Für Kurt Weigelt, Direktor der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell ist die Kontigentierung ein Wettbewerbsnachteil für die Schweizer Unternehmer. «Die Kontingentiereung bedeutet für Unternehmer eine hohe Bürokratie», so Weigelt gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz. Er erwartet deshalb, dass mittelfristig Firmen aus der Schweiz abwandern werden.