Ostschweizer Kinderspital übernimmt Arztpraxis in Buchs

Das jahrelange Suchen blieb ohne Erfolg. In Buchs im St. Galler Rheintal liess sich kein Nachfolger für die Kinderarzt-Praxis finden. Trotzdem wird sie seit anfang Januar weitergeführt - als Pilotprojekt vom Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen.

Nicht nur die Hausärzte auf dem Land - auch die Kinderärzte finden oft für ihre Praxen keine Nachfolger. So auch ein Kinderarzt in Buchs, der jahrelang erfolglos nach einer Lösung suchte.

Pilotprojekt

«Wir haben deshalb Hand geboten für eine Lösung, die für uns ein Pilotprojekt ist», sagt Guido Bucher, Direktor der Stiftung Ostschweizer Kinderspital, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1.

Es sei ein Notfall gewesen, sagt Bucher weiter, und er habe Bedenken, dass bald schon weitere Kinderärzte an die Spitaltüre klopfen könnten. Grundsätzlich gebe es zu wenig Kinderärzte und das Problem der Nachfolgeregelung werde sich noch zuspitzen. Dabei sei auch das Ostschweizer Kinderspital nicht «üppig mit Personalressourcen gesegnet» und könnte darum weitere Praxen gar nicht übernehmen. Sicher wolle man bei Härtefällen genau hinschauen.

Einzelfall

Der Buchser Fall soll darum ein Einzelfall bleiben - sicher vorläufig. Bis Ende 2017 will das Kinderspital Erfahrungen sammeln, dann werden die Trägerdelegationen entscheiden, ob das Spital noch weitere Praxen übernehmen soll. Träger des Kinderspitals sind die Kantone St. Gallen, Thurgau, beide Appenzell und das Fürstentum Lichtenstein.