Ostschweizer Milch erobert China

«Swissmooh» steht auf den Milchprodukten aus der Ostschweiz. Milch, Milchpulver, Käse oder Milchschokolade verkauft Nordostmilch nach China. Die Nachfrage ist da, kürzlich wurde der zweite Laden eröffnet. Der Marktanteil soll in den nächsten Jahren erhöht werden.

Qingdao liegt im Osten von China. Qingdao ist eine Hafenstadt und gehört zu den mittelgrossen Städten in China. Die Stadt zählt rund acht Millionen Einwohner. Der ideale Ort für die Organisation Nordostmilch, um erste Erfahrungen mit dem Export von Milchprodukten zu sammeln.

Wer in der chinesischen Stadt Qingdao den Laden von Nordostmilch betritt, wird in die Schweiz versetzt: An den Wänden die Alpen, Kühe, überall Schweizer Produkte: «Der Chinese will etwas Einzigartiges aus der Schweiz, etwas Orginelles», sagt Nordostmilch Geschäftsführer, René Schwager. Die Produkte sind 100 Prozent aus der Schweiz, so wie man sie hier kaufen würden. Lediglich die Verpackung wurde dem chinesischen Markt angepasst.

Noch hat China bei der Nordostmilch AG weniger als ein Prozent Marktanteil. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern. Es wird ein tiefer zweistelliger Marktanteil angestrebt. Zudem soll mit dem Export nach China in den nächsten drei Jahren Gewinn erzielt werden.

Shanghai und Peking

Nach Qingdao will Nordostmilch den Markt ausdehnen. Die Metropolen Shanghai und Peking seien interessante Märkte. Dies soll in den nächsten Jahren geschehen, sagt René Schwager gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».

Die Produkte richten sich klar an eine Zielgruppe, die jung und vermögend ist, Europa kennt oder sogar einmal in der Schweiz war. Die Preise sind hoch, ein Liter UHT-Vollmilch kostet 5.20 Franken. Dies liegt unter anderem daran, dass die Produkte mit dem Schiff nach China gelangen.

Viele Hürden führen nach China

Um Produkte nach China zu exportieren, gilt es verschiedene Hürden zu überwinden. Das weiss auch das Schokoladenunternehmen Maestrani. Seit Jahren versucht Maestrani in Asien Fuss zu fassen. Der Marktanteil beträgt rund vier bis sechs Prozent. Es sei ein Markt, in dem man auch in Zukunft verstärkt investieren möchte, sagt CEO Markus Vettiger.

Allerdings seien vor allem die Produktregistrierung und auch die Logistik eine Herausforderung. Die Hürde beim Zoll dürfte sich dieses Jahr entschärfen, sobald das Freihandelsabkommen mit China in Kraft tritt. Dann werden die Milchprodukte in China etwas günstiger, weil die Zollabgaben sinken.