Ostschweizer Unternehmen profitieren von guter Wirtschaftslage

Sechs Schweizer Unternehmen wagten im vergangenen Jahr den Gang an die Börse. Drei Unternehmen – die SFS Group, die Thurgauer und die Glarner Kantonalbank – haben den Sitz in der Ostschweiz. 2015 ist nicht mit dem Börsengang eines Ostschweizer Unternehmens zu rechnen.

SFS Group

Bildlegende: Die Aktien des Ostschweizer Maschinenbauers SFS Group AG werden seit Mai 2014 an der Schweizer Börse gehandelt. Keystone

Die Ostschweizer Unternehmen SFS Group AG, Thurgauer und Glarner Kantonalbank sind gut an der Börse gestartet.

  • Die Aktien der SFS starteten bei 64 Franken. Heute liegt der Wert bei 78.35 Franken.
  • Auch die Partizipationsscheine der Thurgauer Kantonalbank legten an Wert zu: der Preis stieg von 74 auf 79.60 Franken.
  • Die Glarner Kantonalbank hingegen startete verhalten. Bereits kurz nach der Emission stieg der Aktienwert nicht mehr. Er liegt heute bei 17.55 Franken, fünf Rappen über dem Emissionspreis.

Der Ökonom und frühere Bankier Konrad Hummler sieht den Börsengang dieser Unternehmen grundsätzlich positiv. Dies gebe den Aktionären eine gewisse Macht, da sie durch den Verkauf ihrer Aktien dem Unternehmen ein starkes Zeichen geben könnten, erklärt Hummler.

Auf die Frage hin, ob er in Aktien der Ostschweizer Firmen investieren würde, sagte Konrad Hummler: «Ja, aber nicht nur.» Man müsse auch wissen, dass Aktien etwas «Riskantes» seien. «Man kann zwar grossen Gewinn machen, aber sich auch über Nacht 50 Prozent des Geldes ans Bein streichen müssen», so Hummler.

Kritisch äusserte sich Konrad Hummler zum Thema Staatsgarantie von Kantonalbanken. Er sei davon nicht begeistert. Die Rettung einer Grossbank habe auch gezeigt wie schwierig es sei in solchen Situationen die Kasse mit dem Steuergeld zu öffnen. «Ich glaube nicht, dass man das im Risikofall dann auch wirklich machen kann», sagt Konrad Hummler.