Pfadfinder setzen auf Umweltschutz

Die Pfadfinder suchen neue Mitglieder und laden zu einem Schnuppertag ein. Dabei wollen sie vermehrt auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzen, sagt der Pfadi-Chef der Region St.Gallen-Appenzell.

Die grösste Jugendorganisation der Schweiz wirbt um neue Mitglieder. Nötig sei dies, weil das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche immer vielfältiger werde, sagt Ueli Reber in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Vor allem Sportverbände sieht er als direkte Konkurrenz zur Pfadi. «Doch nur wir können Natur pur bieten», sagt Reber. Darum sei es ihm auch ein Anliegen, das Bewusstsein für Umweltthemen zu schärfen.

Als neuer Leiter des Kantonalverbands St. Gallen - Appenzell sieht sich Reber auch mit Problemen konfrontiert. Aktuellste Sorge ist das Geld: Vom Bundesamt für Sport erhalten die Pfadfinder-Organisation künftig weniger Beiträge. «Darum sind wir auf weitere Geldgeber angewiesen.»

Von Seiten der Kantone spüre er aber Goodwill, wenn es die Finanzen gehe. Es gebe einige Politiker und Wirtschaftsvertreter, die selbst Pfadfinder waren und den Freizeitangeboten gut gesinnt seien.

Ehrenamtliche Arbeit:

Für den Pfadi-Kantonalverband St.Gallen-Appenzell sind rund 700
Leiterinnen und Leiter im Einsatz, sie organisieren Aktivitäten für über
3'500 Kinder und Jugendliche. Die meisten Aufgaben werden ehrenamtlich
ausgeübt. Der Kantonalverband ist Teil der Pfadibewegung Schweiz (PBS).