Pilotprojekt mit Schottischen Hochlandrindern im Thurgau

Schottische Hochlandrinder sollen in Zukunft mehr Lebensraum für Tierarten im Naturschutzgebiet Lehmgrube Opfershofen schaffen. Zusammen mit dem Label «Natur konkret» wurden am Dienstag Morgen fünf Rinder auf die eingezäunte Fläche gelassen.

Hochlandrinder im Naturschutzgebiet

Bildlegende: Hochlandrinder sollen dem Unkraut den Garaus machen. In Opfershofen sollen Hochlandrinder dem Unkraut den Garaus machen. SRF

Seit 1979 ist die Lehmgrube Opfershofen im Besitz von Pro Natura Thurgau. Das Naturschutzgebiet brauchte viel Pflege. Schnell wachsende Pflanzen wie Schilf und Goldruten machten anderen Tieren die Laich- und Brutplätze strittig. Dies soll sich nun ändern – Pro Natura möchte mit Schottische Hochlandrindern das Wachstum von Unkraut reduzieren und so die Lebensbedingungen für Amphibien, Vögel und Insekten verbessern.

Die Schottischen Hochlandrinder eignen sich besonders für das Projekt, da sie an karges Land und harte Gräser gewohnt sind. Ausserdem sind sie sehr robust und benötigen dank ihrem dicken Fell auch im Winter keinen Unterstand. Aus diesen Gründen werden sie bereits in anderen Teilen der Schweiz zur Erhaltung der Biodiversität eingesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Label Natur konkret wird Pro Natura Thurgau das Naturschutzgebiet für ein Jahr in zwei Zonen unterteilen. Somit kann genau untersucht werden, was für einen Einfluss die Rinder auf Tier- und Pflanzenwelt nehmen.

Beteiligte sind zuversichtlich

«Ich bin davon überzeugt, dass wir eine Zunahme von Amphibien haben werden und auch die Vogelwelt davon profitiert», sagt Guido Leutenegger, Betriebsinhaber von «Natur konkret» gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Seit 1997 lässt er seine Rinder in Naturschutzgebieten weiden um die Artenvielfalt zu verbessern.

Sollte sich dies nach der ersten Phase bestätigen, werden die Hochlandrinder in Zukunft die Lehmgrube Opfershofen komplett beweiden.