Rat soll Senioren eine Stimme geben

Die Thurgauer Gemeinden Ermatingen und Salenstein wollen einen Seniorenrat einführen. Er soll bei grösseren Bauprojekten die Bedürfnisse von älteren Menschen einbringen und auch Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Eine Gruppe von Senioren sitzt auf einer Bank.

Bildlegende: Viele Senioren wollen sich in der Gemeinde aktiv einbringen. Keystone

Die älteren Bürger von Ermatingen haben Probleme beim Einsteigen in den Zug auf Gleis 2. Die Kante ist zu hoch für den Rollator. Dieses Problem soll Martin Stuber, Gemeindepräsident von Ermatingen, lösen. Ein solcher Fall soll in Zukunft dank einem Seniorenrat verhindert werden. «Die Bedürfnisse müssen schon vor der Projektierung erkannt und miteinbezogen werden», so Martin Stuber.

Deshalb soll ein Seniorenrat eingeführt werden: «Dieses Gremium soll einerseits Veranstaltungen für die Senioren organisieren und durchführen und andererseits die Bedürfnisse der älteren Menschen in den Gemeinden in die Behörden tragen».

Gegenseitige Unterstützung

Daneben soll der Rat auch die Hilfe unter den Senioren koordinieren. Rüstige Rentner sollen solche unterstützen, die im Alltag nicht mehr alleine klar kommen.

Bis jetzt haben sich neun Bewerber gemeldet. Bis Anfang März läuft die Anmeldefrist. Insgesamt sollen fünf Senioren in diesem Rat sitzen.