Schneller, leiser und umweltfreundlicher über den See

Eine der ersten elektronischen Autofähren Europas soll dereinst den Bodensee überqueren. Eine länderübergreifende Projektgruppe prüft derzeit die Machbarkeit einer solchen Flüsterfähre. Diese wäre leiser, schneller und ökologischer als die bisherigen Diesel-Fähren. Aber auch massiv teurer.

Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen könnte in Zukunft allenfalls mit Strom betrieben werden.

Bildlegende: Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen könnte in Zukunft allenfalls mit Strom betrieben werden. SRF

Der Kanton Thurgau liebäugelt mit einem Halbstundentakt für die Fährverbindung zwischen Romanshorn und Friedrichshafen. Um diese einzuführen, bräuchte es mindestens eine zusätzliche Autofähre: «Heutzutage kommt nur eine umweltfreundliche Fähre in Frage, die mit Strom betrieben wird», sagt Werner Müller, der Leiter der Abteilung öffentlicher Verkehr im Kanton Thurgau.

Schneller ist nicht immer besser

Die Flüsterfähre wäre nicht nur leiser, sie wäre auch schneller. Heute braucht die Fähre für die Überfahrt 41 Minuten. Die Elektro-Fähre soll es in weniger als 30 Minuten schaffen. Nicht alle Passagiere aber hätten daran Freude: «Es ist schöner, wenn die Fähre langsam und gemütlich fährt. Dann kann man den See besser geniessen», sagt eine 80-jährige Passagierin. In den nächsten Tagen klären Vertreter des Kantons Thurgau, des Bundeslands Baden-Württemberg, der Schweizer und der Deutschen Schiffsbetreiber und der Hafenstädte Romanshorn und Friedrichshafen ab, ob und wenn ja ab wann die erste elektronische Fähre den Bodensee überqueren könnte.