St. Gallen hat eine neue Bibliothek

Rund 100 Leseplätze, 25 000 Bücher und elektronische Medien, verteilt auf drei Galerie-Etagen: Das ist die Bibliothek der neuen Fachhochschule (FHS) in St. Gallen. Seit Februar ist der Neubau der FHS in Betrieb und damit auch die Bibliothek. Ab sofort ist sie öffentlich.

Blick ins Innere der Bibliothek, in der Mitte Leseplätze, am Rand Bücherregale.

Bildlegende: Die Bibliothek in der FHS erstreckt sich über drei Etagen. ZVG

Die Bibliothek der FHS St. Gallen ist architektonisch der Sitftsbibliothek nachempfunden, mit modernerem Look. Sie bildet das eigentliche Herzstück der Hochschule. Im Sockelbau öffnet sich im ersten Stock ein grosszügiger Raum. Darin erheben sich lichtdurchflutet Büchertürme über drei Galeriegeschosse. Im Eingang laden grosse Sitzbänke zum Lesen ein, auch zur Zeitungslektüre über die Mittagsstunde. Rund um die Galerie befinden sich fast einhundert Arbeitsplätze mit Aussicht ins Bibliotheksinnere.

In der Bibliothek gehen derzeit rund 3'000 Studierende ein und aus. Neu ist sie öffentlich. Leiterin Lisa Oberholzer hofft, dass künftig nicht nur Studenten der Uni oder Schülerinnen der Kantons- oder Berufsschulen die Bibliothek besuchen, sondern dass auch allgemein Interessierte, beispielsweise Pensionäre, den Weg in den Leseraum der FHS finden.

Zusammenarbeit unter den Bibliotheken

Das Angebot deckt vor allem Fachliteratur in den Bereichen Technik, Soziale Arbeit, Gesundheit und Wirtschaft ab. Die Bibliotheken auf dem Platz St. Gallen arbeiteten eng zusammen. Besonders mit der Uni St. Gallen werde die Zusammenarbeit rege genutzt, sagt Pro-Rektorin Monika Wohler gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz».

Studenten klagen: Bibliothek zu laut

Den Studenten gefällt die Bibliothek an der FHS zwar optisch, hat eine Umfrage ergeben, sie beschweren sich aber, dass es darin zu laut sei und sie nicht lernen könnten. Diese Beschwerde nehme die Schulleitung ernst, sagt Monika Wohler und beschwichtigt gleichzeitig, dass in den vergangenen Wochen sehr viele Führungen in der Bibliothek stattgefunden hätten, die Unruhe in den Bibliotheksalltag gebracht hätten. Wenn sich der Betrieb eingespielt habe, dürfte es ruhiger werden.

Architekt Lorenzo Giuliani hat sich der Lärmproblematik bereits angenommen. Man suche nach Verbessungsmöglichkeiten an der Ausleihe, die offen zum Leseraum steht. An der Ausleihe wird die Kundschaft beraten. Diese Gespräche würden von den Studierenden als zu laut und störend empfunden.