St. Gallen stimmt nicht über den Lehrplan 21 ab

Die Initiative «Für die Volksschule» wollte den Lehrplan 21 verhindern. Nach der Regierung erklärte auch das St. Galler Verwaltungsgericht die Initiative für ungültig. Die Initianten ziehen diesen Entscheid nicht weiter. Der Verein «Starke Volksschule St. Gallen» gibt den Kampf aber nicht auf.

Urnenabstimmung

Bildlegende: Der Verein «Starke Volksschule St. Gallen» konzentriert sich nun auf die Abstimmung zum Harmos-Austritt Keystone

Der Verein «Starke Volksschule St. Gallen» möchte ihr Ziel über den politischen Weg erreichen. Der Weiterzug vor das Bundesgericht wäre zu zeitaufwändig und teuer, schreibt der Verein am Montag in seiner Mitteilung.

Der Verein möchte sich nun im Abstimmungskampf für den Austritt aus dem Harmos-Konkordat engagieren. Weitere politische Initiativen gegen den Lehrplan 21 werden in Erwägung gezogen.

Harmos schreibt zwei Fremdsprachen vor

Die Initiative «Starke Volksschule» wollte im Kanton St. Gallen den Lehrplan 21 verhindern und damit auch erreichen, dass auf der Primarstufe nur eine Fremdsprache unterrichtet wird. Diese Initiative erklärte das St. Galler Verwaltungsgericht für ungültig. In der St. Galler Primarschule müssen zwei Fremdsprachen unterrichtet werden.

St. Gallen gehört seit 2008 zum Harmos-Konkordat. Der Kanton Thurgau gehört nicht dazu. Deshalb konnte das Kantonsparlament entscheiden, dass in der Primarschule nur eine Fremdsprache unterrichtet wird.