St. Galler Bauernpräsidium bleibt in Männerhand

Der St. Galler Bauernverband hat Peter Nüesch zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der 34jährige Bauer aus dem Rheintal will die Linie seines Vorgängers Markus Ritter beibehalten.

Ein Mann in Anzug mit Brille, blonden Haaren und blauen Augen sitzt in einem Sessel.

Bildlegende: Peter Nüesch freut sich über seine Wahl als neuer Präsident des St. Galler Bauernverbandes. SRF

Mit der Wahl von Peter Nüesch aus Widnau bleibt das Bauern-Präsidium in Männerhand. Denn nebst Nüesch kandidierte auch die St. Galler CVP-Kantonsrätin Seline Heim aus Gossau. Bei einer Wahl wäre sie die erste Frau an der Spitze eines kantonalen Bauerverbandes geworden.

Der 34jährige Nüesch übernimmt den Präsidenten-Posten von Markus Ritter. Dieser wurde im November zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes gewählt.

Die Anliegen der Jungen einbringen

Grundsätzlich will Nüesch die Linie seines Vorgängers beibehalten. «Der St. Galler Bauerverband hat bis heute schon eine sehr gute Arbeit gemacht, darum wird es keine Kehrtwende geben.» Allerdings wolle er die die Anliegen der Jungen verstärkt einbringen.

Seine unterlegene Konkurrentin, die 49jährige Kantonsrätin und Vizepräsidentin des Verbandes, ist enttäuscht. Offensichtlich sei die Zeit für eine Frau an der Spitze eines Bauernverbandes noch nicht reif, meint Seline Heim gegenüber dem «Regionaljournal» auf Anfrage.

An der Delegiertenversammlung in der Olma-Halle in St. Gallen waren 320 stimmberechtigte Bauern anwesend. Sie wählten den Grossbauern Peter Nüesch mit 197 Stimmen zu ihrem neuen Präsidenten. Auf Seline Heim entfielen 119 Stimmen.